UNAIDS will Prävention und Behandlung verbessern

Männer sterben häufiger an Aids als Frauen - UNAIDS will Prävention und Behandlung verbessern

Ein aktueller Bericht der UNAIDS zeigt, dass sich Männer seltener auf HIV testen lassen, seltener in Behandlung sind und häufiger an den Folgen von HIV sterben. Weltweit sind nur 50 Prozent aller Männer mit HIV in Behandlung, während es bei den Frauen 60 Prozent sind.

 

In Subsahara-Afrika beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit, dass männliche HIV-Betroffene ihren Status kennen 20 Prozent tiefer als bei weiblichen Betroffenen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Behandlung sind, ist 27 Prozent tiefer. In West- und Zentralafrika sind sogar nur ein Viertel aller Männer mit HIV in Behandlung.

 

Zudem zeigen Studien, dass Männer die Therapie später beginnen und häufiger unter- oder abbrechen. Die UNAIDS unterstreicht in ihrem Bericht daher die Notwendigkeit, Kinder schon früh altersgerecht aufzuklären, damit auch Jungs und später Männer keine Hemmungen haben, über Sexualität zu sprechen und einen HIV-Test zu machen. Zudem sollten Männer ermutigt werden, Gesundheitsdienste häufiger in Anspruch zu nehmen. Dies könnte beispielsweise durch längere Öffnungszeiten oder neue Technologien wie Apps ermöglicht werden.

 

Quelle: UNAIDS – Copyright UNAIDS

Quelle:

UNAIDS (2017): On World AIDS Day, UNAIDS warns that men are less likely to access HIV treatment and more likely to die of AIDS-related illnesses.

Retrieved December 18, 2017 from http://www.unaids.org/en/resources/presscentre/pressreleaseandstatementarchive/2017/december/20171201_blind_spot

 

 

CH/HIV/0072/17/12.2017