HIV und Aids nicht mehr häufigste Todesursache

Erfolgreiche HIV-Prävention und -Behandlung in Afrika

HIV und Aids führen gemäss aktuellen Zahlen die Rangliste der häufigsten Todesursachen in Afrika nicht mehr an. Die internationalen Anstrengungen im Kampf gegen HIV und Aids scheinen Wirkung zu zeigen. Als die häufigste Todesursache rücken nun Lungenerkrankungen mit über einer Million Opfern pro Jahr nach.

2012 starben jährlich gemäss einer Auswertung von Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die NGO Africa Check noch mehr als 1,1 Millionen Menschen an den Folgen von HIV und Aids. Bis ins Jahr 2015 sank diese Zahl in Afrika dann gemäss Zahlen der WHO auf 760'000 Todesfälle. Dieser Rückgang wird auf den enormen Einsatz von Zeit und Geld für die Prävention sowie die Behandlung von HIV zurückgeführt. Dennoch bleiben die Folgen von HIV und Aids die zweithäufigste Todesursache in Afrika, weshalb die Massnahmen zu dessen Bekämpfung weiterhin wichtig bleiben.

Mit über einer Millionen Toten im Jahr sind Lungenkrankheiten wie Bronchitis und Lungenentzündungen nun die Haupttodesursache in Afrika. Auf Rang 2 stehen die Folgen von HIV und AIDS. Auf dem dritten und vierten Rang befinden sich Durchfallerkrankungen mit 643'000 Opfern sowie Schlaganfälle mit 451’000 Opfern jährlich. Malaria als Todesursache ist nicht mehr unter den Top 5 vertreten. Dafür befinden sich nun Durchblutungsstörungen des Herzens – eine der Haupttodesursachen in der westlichen Welt – auf Rang 5 der Todesursachen in Afrika. Bei dieser Erkrankung führen schlechte Lebensgewohnheiten wie Rauchen und fettiges Essen zu einer Verengung der Herzkranzgefässe und in Folge zu einem Sauerstoffmangel des Herzmuskels.

Quellen: Stock-Illustration-ID:613318660

Hale, T. (2017: HIV/AIDS is no longer the biggest killer in Africa. Retrieved September 13, 2017, from http://www.iflscience.com/health-and-medicine/hivaid-is-no-longer-the-biggest-killer-in-africa/.

 

 

CH/HIV/0049/17/09.2017