Freiburger Mediziner forschen an neuen Methoden zur Heilung von HIV

Studie lässt HIV-Patienten hoffen

Es gilt nach wie vor als ungewiss und dennoch forschen viele Institutionen an neuen Methoden zur Heilung von HIV. Eine dieser Methoden wird an der Uniklinik Freiburg in Deutschland getestet und basiert auf der Anwendung der sogenannten Crispr-Genschere. Theoretisch sollen damit die Andockstellen auf den menschlichen Immunzellen so verändert werden, dass kein Eindringen durch das HI-Virus mehr möglich ist.

In Zellkulturen im Labor konnte diese Methode schon mehrfach erfolgreich angewendet werden. Professor Toni Cathomen erklärt dazu: „Nach Einsatz der Genscheren sind etwa 80 Prozent der Zellen, die wir behandelt haben, gegen das HI-Virus resistent, und wir haben praktisch keine Fehlschnitte mehr“. Die Anwendung in klinischen Studien bei Menschen ist voraussichtlich 2019 und nur unter speziellen Voraussetzungen geplant.

Damit sich die veränderten Zellen im Körper auch ausbreiten können, ist eine Art Chemotherapie notwendig, um das Immunsystem teilweise auszuschalten. Diese kann aber laut Forscherteam nur bei Probanden durchgeführt werden, die gleichzeitig auch an Krebs leiden und ohnehin eine Chemotherapie benötigten. Alles andere ist ethisch nicht vertretbar.

Bildquelle: SWR / Odysso

Quelle:

SWR Odysso (2018): Freiburger Mediziner arbeiten an neuen HIV-Therapien. Abgerufen am 20.03.18 von https://www.swr.de/odysso/wird-hiv-durch-neue-gen-therapien-heilbar/-/id=1046894/did=20719730/nid=1046894/1dzz2wu/index.html

 

 

CH/HIV/0014/18/04.2018