Botschaft «Schutz durch Therapie» bleibt weiterhin wichtig

Swiss Statement feiert 10-jähriges Jubiläum

Die Publikation stellte einen Meilenstein in der HIV-Prävention dar, bewegte die Fachwelt und veränderte das Leben von Menschen mit HIV. Die Rede ist vom Beitrag der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (EKAF), der vor rund 10 Jahren in der Schweizerischen Ärztezeitung erschienen ist und später weltweit als Swiss Statement bekannt wurde. Die EKAF hielt darin fest, dass von HIV-positiven Menschen unter wirksamer HIV-Therapie keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht.

 

In einem Interview erklärt Prof. Dr. Pietro Vernazza, damaliger Präsident der EKAF, rückblickend: Trotz der offiziellen Mitteilung hat es lange gedauert bis Regierungen, Personen im Gesundheitswesen und die HIV-Community den Kern des Swiss Statements akzeptiert haben. Ausserdem haben inzwischen mehrere Langzeitstudien den Schutz durch Therapie bekräftigt.

 

Leider hat diese Erkenntnis in der Allgemeinbevölkerung kaum Beachtung gefunden. Denn laut einer repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weiss heutzutage nur jeder zehnte Deutsche, dass eine HIV-Therapie vor einer Übertragung der Viren schützt. Deshalb leiden Menschen mit HIV nach wie vor unter Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Botschaft des Swiss Statements hat somit auch nach 10 Jahren nicht an Bedeutung verloren.

 

Weitere Fakten und Hintergründe zum Thema sowie eine Reportage finden Sie unter:

https://magazin.hiv/2018/01/28/10-jahre-schutz-durch-therapie/

 

Bildquelle: Deutsche AIDS-Hilfe

Quelle:

Magazin.hiv (2018): 10 Jahre Swiss Statement zum Schutz durch Therapie. Abgerufen am 15.03.18 von https://magazin.hiv/2018/01/28/10-jahre-schutz-durch-therapie/

 

 

 

CH/HIV/0014/18/04.2018