Französisches Filmdrama startet in Schweizer Kinos

120 Schläge pro Minute gegen das Sterben - Französisches Filmdrama startet in Schweizer Kinos

Mit «120 BPM» (120 battements par minute / Schläge pro Minute) erzählt Regisseur Robin Campillo die Geschichte der Aktivistengruppe Act Up, welche seit Beginn der 90er Jahre mit spektakulären Aktionen die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für die grassierende Aids-Epidemie zu wecken versuchte. Der mit dem grossen Preis der Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnete Film ist nun auch in den Schweizer Kinos gestartet.

Damals breitet sich die Aids-Epidemie von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen mit erschreckender Geschwindigkeit aus – unter anderem auch in der französischen Metropole Paris. Die Organisation Act Up will das schleichende Sterben der homosexuellen Community nicht mehr länger hinnehmen und versucht mit spektakulären Aktionen die Öffentlichkeit aufzurütteln. Gleichzeitig werden auch Missstände bei Gesundheitsbehörden und Unternehmen sowie in der Politik angeprangert.

Der Film «120 BPM» zeigt neben den öffentlichkeitswirksamen Aktionen auch die schwierigen Diskussionen hinter den Kulissen sowie das Schicksal einzelner Personen auf. Im Zentrum des Films steht jedoch nicht die Trauer, sondern die Lebenslust der Menschen, welche sich auch durch die Musik ausdrückt. Der Titel des Films – 120 BPM – entspricht dem Tempo der House-Songs während dieser Zeit. Deshalb widmet der Filmemacher auch die Auszeichnung des Filmfestivals in Cannes nicht nur den Opfern von Aids sondern auch den Überlebenden der Epidemie.

http://www.120bpm-film.de/

Photo: http://www.salzgeber.de/presse/

Quelle: Straumann, P. (2018): «120 BPM» - Aufstand gegen das leise Sterben. Abgerufen am 30.1.18 von https://www.nzz.ch/feuilleton/120-bpm-aufstand-gegen-das-leise-sterben-ld.1347547

 

 

 

CH/HIV/0005/18/02.2018