Opposites Attract Studie in Paris vorgestellt

Schutz durch Therapie bestätigt

Die kürzlich veröffentlichen Ergebnisse der Opposites Attract Studie belegen, dass eine HIV-Therapie die Weitergabe des Virus effektiv verhindern kann. An der Studie nahmen schwule Paare mit jeweils einem HIV-positiven Partner teil. Bei keinem einzigen Paar kam es im Studienzeitraum zu einer Übertragung von HIV – trotz ungeschütztem Sex.

An der Opposites Attract Studie nahmen insgesamt 343 Paare aus Australien, Bangkok und Rio de Janeiro teil, welche während der Studiendauer 16'889 Mal ungeschützten Analsex hatten. Die HIV-positiven Partner hatten alle während 98% des Untersuchungszeitraum eine sogenannte nicht nachweisbare Virenlast. Drei Männer steckten sich an – jedoch nicht bei ihren Partnern sondern, ausserhalb der Beziehung. Die Ergebnisse wurden an der neunten internationalen Aids-Konferenz im Juli in Paris präsentiert.

Die Ergebnisse der Opposites Attract Studie untermauern nochmals die Ergebnisse früherer Studien, dass Personen unter HIV-Therapie mit einer unterdrückten Virenlast ihre Infektion nicht durch Sex weitergeben können. Sie unterstützen zudem verschiedene Initiativen der internationalen AIDS Society und UNAIDS, welche die HIV-Therapie als wichtigen Teil der HIV-Prävention ins Zentrum stellen. Die Resultate helfen somit auch, die Stigmatisierung von Menschen mit HIV zu beenden, neu diagnostizierte Personen zu einer Therapie zu ermutigen und folglich die HIV-Epidemie zu beenden.

Quellen:

Cairns, G. (2017): International study of gay couples reports no transmission from an HIV-positive partner on treatment. Retrieved August 9, 2017, from http://www.aidsmap.com/page/3159177/

Bavinton, B. (2017): HIV treatment prevents HIV transmission in male serodiscordant couples in Australia, Thailand and Brazil. TUAC0506LB Oral Abstract.

Bildquelle: http://www.oppositesattract.net.au/

 

 

CH/HIV/0043/17/08.2017