Massnahmen zur Schadensbegrenzung

Drogenkonsumenten vor HIV schützen

In den USA sind im Jahr 2014 knapp 50'000 Menschen an einer Drogen-Überdosis gestorben. Zudem haben intravenös Drogenkonsumierende ein stark erhöhtes Risiko, an viraler Hepatitis zu erkranken. Weiterhin zeigen Zahlen der UNAIDS, dass sich alle vier Minuten eine Person dieser Risikogruppe mit HIV infiziert.

Das Zentrum für Schadensbegrenzung (Harm Reduction Action Center kurz HRAC) des Bundesstaats Colorado in den USA setzt sich daher für Massnahmen zur Schadensbegrenzung ein. Diese umfassen unter anderem das Anbieten von sterilen Spritzen und Nadeln sowie HIV-Tests.

Gemäss des HRAC betragen die lebenslänglichen medizinischen Ausgaben für jeden HIV-Betroffenen über 400'000 Dollar. Wird der gleiche Betrag dafür eingesetzt, sterile Nadeln und Spritzen zur Verfügung zu stellen, können mindestens 30 neue HIV-Infektionen verhindert werden.

Da diese Massnahmen seit Jahrzehnten in einem schlechten Licht stehen, hat das HRAC in Zusammenarbeit mit Luceo Images nun ein Video produziert, mit dem sie die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren möchte. In diesem werden die Massnahmen zur Schadensbegrenzung für intravenös Drogenkonsumierende mit alltäglichen Massnahmen verglichen, wie zum Beispiel dem Anlegen einer Sicherheitsgurte im Auto.

Quellen:

Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) (2017): Explaining harm reduction with hard hats, seatbelts and sunscreen. Retrieved July 25, 2017, from http://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2017/june/20179623_harm-reduction

Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) (2017): Harm reduction saves lives. Retrieved July 25, 2017, from http://www.unaids.org/sites/default/files/media_asset/harm-reduction-saves-lives_en.pdf

Quelle Bild:

http://harmreductionactioncenter.org/

 

 

CH/HIV/0038/17/07.2017