Keine HIV-Übertragungen mehr von Mutter auf Kind

Kuba in der Vorreiterrolle

Seit Juni 2015 gilt Kuba als das erste Land weltweit, dem es gelungen ist, die Mutter-Kind-Übertragung von HIV zu stoppen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dies im März 2017 offiziell bestätigt. Ein entscheidender Faktor dieses Erfolgs liegt in der Struktur des kubanischen Gesundheitssystems: Schwangere, von HIV-betroffene Kubanerinnen, müssen einen HIV-Test machen und beziehen ihre Medikamente und auch die antiretrovirale Therapie umsonst.

Während Jahrzehnten hat Kuba gegen die Ausbreitung von HIV und Aids gekämpft. Aktuell sind gemäss staatlichen Angaben noch 22'000 Kubanerinnen und Kubaner von HIV betroffen, wobei vor allem MSM und schwangere Frauen Hochrisikogruppen darstellen. Bei Letzteren konnte Kuba nun einen Meilenstein im Kampf gegen das Virus erreichen.

Weitere Massnahmen, die zu diesem wichtigen Schritt beitrugen, sind eine umfassende Kommunikationskampagne zum Thema HIV sowie eine intensive Betreuung von HIV-positiven schwangeren Frauen. Zudem werden ihre Kinder per Kaiserschnitt entbunden und erhalten in den ersten sechs Wochen eine Präventiv-Behandlung.

Quellen Freigabe:
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/49124-un-gratuliert-kuba-erstes-land-der-welt-hiv-frei-mutter-kind/

 

 

CH/HIV/0023/17/05.2017