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Flashcards

Erfahren Sie spielerisch die wichtigsten Fakten über HIV

Was ist eigentlich ein Virus?

  • infektiöse Partikel, die aus Erbmaterial (DNA oder RNA) und einer Proteinhülle bestehen
  • Viren haben selbst keinen eigenen Stoffwechsel und brauchen daher ein zelluläres Lebewesen („Wirt“) um sich zu vermehren.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Was ist HIV?

HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz Virus“ und schädigt/schwächt das menschliche Immunsystem.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Was versteht man unter AIDS?

AIDS ist das „Erworbene Immunschwäche-Syndrom“ aus dem Englischen für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“. AIDS ist eine Abwehrschwäche, die als Folge einer von HIV ausgelösten Zerstörung des Immunsystems auftritt. Es treten bei Betroffenen diverse kombinierte Symptome auf (meist schwere Infektionen und Tumore), die vom Körper nicht mehr bewältigt werden können und zum Tode führen.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Gibt es einen Unterschied zwischen HIV und AIDS?

HIV und AIDS sind nicht das Gleiche: Menschen, die das HI-Virus in sich tragen, sind nicht automatisch auch an AIDS erkrankt. Von AIDS spricht man, wenn HIV das körpereigene Abwehrsystem so weit geschwächt hat, dass es dem Körper schwerfällt, Infektionen zu bekämpfen. In der Folge können bestimmte, lebensbedrohliche Symptome auftreten: z.B. schwere Infektionskrankheiten und Tumore.

Ref. HIV- und STI-Prävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): HIV/AIDS Stand 11. August 2017. https://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/hiv_aids.php

Wie kann HIV übertragen werden?

HIV wird im Wesentlichen übertragen durch

  1. ungeschützten sexuellen Kontakt mit einem infizierten Partner (bei nachweisbarer Viruslast)
  2. Spritzentausch beim Drogenkonsum
  3. Mutter-Kind-Übertragung (vor Geburt, unter der Geburt oder durch Stillen)

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Wie kann HIV nicht übertragen werden?

HIV wird nicht übertragen durch

  1. Küssen
  2. Hautkontakte/Körperkontakte (Händeschütteln, Streicheln, Schmusen)
  3. Schwimmbad, Sauna, Toilette
  4. Geschirr, Kleidung, Wäsche
  5. Luft
  6. Mückenstiche

Ref. HIV- und STI-Prävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): HIV/AIDS. HIV-Risiken und Nicht-Risiken. Stand 11. August 2017. https://www.gib-aids-keinechance­.de/wissen/aids_­hiv/wie_hiv_­nicht_uebertragen_­wird.php

Stirbt man an einer HIV-Infektion?

Nein. Eine HIV-Infektion, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich verlaufen kann, würde unbehandelt zum Zusammenbruch des menschlichen Immunsystems und somit zum Ausbruch von Aids führen. Es treten diverse, unüberwindbare Krankheiten auf, die zum Tod führen können. Dies kann bei HIV-positiven durch eine lebenslange Therapie mit wirksamen Medikamenten verhindert werden.

Ref. www.ifi-Institut für interdisziplinäre Medizin. Zentrum Infektiologie: HIV-Infektion und deren Behandlung. Verlauf der Infektion. Stand 11. August 2017.

Ref. http://www.ifi-medizin.de/de/verlauf-der-infektion.html

Ist HIV heilbar?

"Leider nein. Der heutige Stand von Wissenschaft und Forschung lässt es leider nicht zu, dass von einer heilbaren HIV-Infektion gesprochen werden kann. Jedoch gibt es inzwischen zahlreiche antiretrovirale Medikamente, die gegen HIV eingesetzt werden und eine schwere Immunschwäche verhindern können. Somit kann die Lebenserwartung und Lebensqualität von HIV-positiven enorm gesteigert werden.

Ref. BZgA/DAH (Hrsg.): HIV/AIDS von A bis Z. Heutiger Wissensstand. 5. Auflage, 2014.

Gibt es eine Impfung gegen HIV?

Nein, einen Impfstoff zum Schutz vor einer HIV-Infektion gibt es nicht.

Was bewirkt HIV im Körper?

HIV dringt vor allem in die sogenannten T-Helferzellen (CD4 Zellen) des menschlichen Immunsystems ein, nutzt diese um sich zu vermehren und zerstört diese Zellen. Die T-Helferzellen haben u.a. die Aufgabe, das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern zu unterstützen. HIV zerstört diese wichtigen Abwehrfunktionen und der Körper wird deshalb schwach und anfällig für Krankheiten.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Gibt es typische Symptome für eine HIV-Infektion?

Nein. Zwar können sich durch eine HIV-Infektion diverse Krankheitsverläufe entwickeln, jedoch gibt es keine „typischen“ Symptome. Häufig (in 40-80% aller Fälle) treten in den ersten Wochen nach der Infektion unspezifische, grippeähnliche Krankheitszeichen wie z.B. Fieber und Hautausschlag auf. Diese Symptomatik klingt nach 7-10 Tagen wieder ab.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Sieht man einer Person an, dass sie HIV-positiv ist?

Nein. Man kann einer Person nicht ansehen, ob sie HIV-positiv oder HIV-negativ ist.

Ref. HIV Symptome Informations-Initiative zu HIV & AIDS: HIV-Anzeichen. Stand 11. August 2017. https://www.hiv-symptome.de/aids-anzeichen/

Was versteht man unter „Late Presenter“?

Als „Late Presenter“ werden Menschen bezeichnet, bei denen die HIV-Diagnose erst sehr spät gestellt wird. Trotz dramatisch verbesserter Behandlungsmöglichkeiten stellen sich viele Patienten erst spät im Verlauf ihrer HIV-Infektion bei einem Arzt vor.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Was versteht man unter „akuter HIV-Infektion“?

Als „akute HIV-Infektion“ wird das Stadium kurz nach der Infektion bezeichnet. Die HI-Viren vermehren sich in dieser Zeit explosionsartig. Erst nach einigen Tagen bis wenigen Wochen nach Ansteckung (Inkubationszeit) können sich in 40 – 90% der Fälle vorübergehende, grippeähnliche Symptome bemerkbar machen, die mit einer Virus-spezifischen Immunantwort einhergehen. Diese symptomatische Phase klingt nach 7-10 Tagen wieder ab.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Was ist die „Latenzphase“ bei einer HIV-Infektion?

Auf die Primärphase folgt 6-12 Wochen nach einer HIV-Infektion die „Latenzphase“. Diese Phase wird auch als „symptomlose Phase“ bezeichnet und kann einige Jahre andauern. Die Virusmenge ist relativ gering, da das Immunsystem HIV eine Zeit unter Kontrolle halten kann. Die Betroffenen spüren normalerweise keine Krankheitszeichen. Dennoch muss sich das Immunsystem tagtäglich mit den HI-Viren auseinandersetzen und wird zunehmend geschwächt.

Ref. Christian Hoffmann und Jürgen K. Rockstroh: HIV 2016/2017 www.hivbuch.de. Hamburg: Medizin Fokus Verlag, 2016.

Was ist die „Postexpositions­prophylaxe“ (PEP)?

Die HIV-PEP ist eine Notfallmassnahme, die das Risiko einer möglichen HIV-Infektion nach einem Risikokontakt verhindern soll. Eine HIV-PEP muss schnell begonnen werden! Die Medikamenteneinnahme sollte im besten Fall innerhalb von zwei Stunden, möglichst innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Sie besteht aus einer Kombination mit 3 Medikamenten gegen HIV, die für 4 Wochen eingenommen wird.

Ref. Deutsche AIDS-Hilfe: HIV/AIDS. Safer-Sex-Unfall/PEP. Stand 11. August 2017. https://www.aidshilfe.de/safer-sex-unfall

In welchen Körperflüssigkeiten gibt es Viren, die eine HIV-Übertragung verursachen können?

Körperflüssigkeiten, durch die eine HIV-Übertragung möglich ist:

  • Blut
  • Samenflüssigkeit
  • Scheidenflüssigkeit
  • Darmsekret
  • Muttermilch

Ref. BZgA/DAH (Hrsg.): HIV/AIDS von A bis Z. Heutiger Wissensstand. 5. Auflage, 2014.

Welche Körperflüssigkeiten können nicht zur einer HIV-Übertragung führen?

Körperflüssigkeiten, durch die keine HIV Übertragung möglich ist:

  • Speichel
  • Tränenflüssigkeit
  • Urin
  • Kot
  • Schweiss

Ref. BZgA/DAH (Hrsg.): HIV/AIDS von A bis Z. Heutiger Wissensstand. 5. Auflage, 2014.

Ist es möglich, dass eine HIV-positive Frau ein HIV-negatives Kind bekommen kann?

In der Schweiz sind Frauen mit heterosexuellem Ansteckungsweg zwischen 25 und 34 Jahren die Altersgruppe, welche im Jahr 2015 mit 33% der Neuinfektionen am häufigsten betroffen war. Genau in dem Alter, in dem oftmals ein Kinderwunsch besteht. Was zu Beginn der HIV-Epidemie undenkbar war, ist dank moderner Medikamente für HIV-positive Frauen heute realisierbar: Ein gesundes, nicht HIV infiziertes Kind zu bekommen.

Ref. Bundesamt für Gesundheit (BAG) HIV/STI-Statistiken und Analysen 2015. HIV und STI in der Schweiz im Jahr 2015: eine epidemiologische Übersicht (pdf).

Wie kann HIV von einer Mutter auf ihr Kind übertragen werden?

Eine Mutter-Kind-Übertragung von HIV kann zu folgenden Zeitpunkten stattfinden:

  • während der Schwangerschaft
  • unter der Geburt und
  • beim Stillen

Durch die Einnahme von antiretroviralen Medikamenten und einer Viruslast unter der Nachweisgrenze, kann die Transmissionsrate von 15 bis 45% auf unter 2 % reduziert werden.

Ref. World Health Organisation: HIV/AIDS. Mother-to-child transmission. Stand 11. August 2017.

Ref. http://www.who.int/hiv/topics/mtct/about/en/

Ref. Slideshare: HIV in pregnancy. Dr. Babitha. Stand 11. August 2017.

Ref. https://de.slideshare.net/babithamc9/hiv-in-pregnancy-55891867

Wie viele Menschen leben in der Schweiz bzw. weltweit mit HIV?

In der Schweiz leben rund 20'000 Menschen mit HIV oder AIDS. Weltweit sind es ca. 36,7 Millionen Menschen.

Ref. Aids Hilfe Schweiz: Fragen. Zahlen HIV/AIDS. Stand 11. August 2017

Ref. http://www.aids.ch/de/fragen/hiv-aids/zahlen.php

Wie viele HIV-Neuinfektionen gab es in der Schweiz im Jahr 2015 etwa?

Insgesamt ca. 538 Neuinfektionen in der Schweiz.

Aufgrund folgender Ansteckungswege:

  • 59% Sex mit anderen Männer
  • 28% heterosexuelle Kontakte
  • 2% Benutzung kontaminiertes Spritzenbesteck
  • < 1% Bluttransfusionen (im Ausland) oder Mutter-Kind Übertragung

Ref. Bundesamt für Gesundheit (BAG) HIV/STI-Statistiken und Analysen 2015.

Ref. HIV und STI in der Schweiz im Jahr 2015: eine epidemiologische Übersicht (pdf).