Deutsche AIDS-Hilfe startet die Informationskampagne zum Welt-AIDS-Tag

In der diesjährigen Kampagne[1] steht die Solidarität mit Menschen mit HIV im Vordergrund. Die entsprechenden Plakate thematisieren neben der Solidarität mit den Aussagen „Mit HIV kann ich alt werden. Noch Fragen?“ und „Mit HIV kann ich leben. Weitersagen!“ auch die verbesserte Prognose von HIV-Infizierten.

Bereits am 12. Mai hatte die DAH die Kampagne Kein AIDS für alle!“[2] gestartet, deren Ziel ist, die Zahl der AIDS-Erkrankungen in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf null zu senken. Dieses Ziel ist ehrgeiziger als das von UNAIDS[3] – weltweit sollen ab 2030 keine neuen AIDS-Erkrankungen mehr auftreten.

Im letzten Jahr[4] wurden dem RKI rund 3.400 neue HIV-Infektionen gemeldet, ein Rückgang um 8% gegenüber dem Vorjahr. Allerdings blieb der Anteil der Patienten mit einer Spätdiagnose oder einer AIDS-Erkrankung nahezu unverändert.

Warum werden immer noch so viele Personen erst spät diagnostiziert? Die Deutsche AIDS-Hilfe nennt drei typische Konstellationen:

  • Personen, die Angst vor einem positiven Ergebnis und der damit oft immer noch verbundenen Diskriminierung haben
  • Personen, die nicht zu den klassischen Risikogruppen gehören und sich aus einem Gefühl der vermeintlichen Sicherheit nicht testen lassen
  • Personen, denen von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin aus unterschiedlichen Gründen kein HIV-Test angeboten wird

UNAIDS unterstützt die dreijährige Kampagne, die mit einer Vielzahl von Projekten für den früh- und damit rechtzeitigen HIV-Test werben soll.

 

[1]https://www.welt-aids-tag.de/kampagne-2017/

[2]Kampagne der DAH

[3]UNAIDS 2014: Ending the Epidemic by 2030

[4] Robert-Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 39/2017

DE/HIV/0183/17