Früher Therapiebeginn kann Resistenzentwicklung verhindern

Die im Jahr 2005 begonnene HPTN052-Studie prüfte, ob eine frühe antiretrovirale Therapie die HIV-1 Übertragung auf den negativen Partner verhindern kann. 2011 wurde die Studie vorzeitig abgebrochen, das Ergebnis war eindeutig: während es bei einem frühen Therapiebeginn (CD4-Zellzahl zwischen 350 und 550 Zellen/mm3) lediglich zu einer neuen HIV-Infektion kam, war dies bei einem verzögerten Beginn der Therapie unterhalb einer CD4-Zellzahl von 250 in 27 Fällen eindeutig der Fall.

In einer aktuellen Auswertung wurde die Resistenzentwicklung bei frühem und verzögertem Beginn der antiretroviralen Therapie verglichen. Zwar haben sich die Empfehlungen für den Therapiebeginn gegenüber dem Jahr 2005 deutlich verändert, die Ergebnisse sind aber auch heute noch relevant. Bei einem früheren Therapiebeginn kam es seltener zur Resistenzentwicklung. Eine höhere Ausgangsviruslast war ein entscheidender Risikofaktor für das Auftreten von Resistenzen.

Quellen:

Palumbo P et al. HIV Drug Resistance in Adults Receiving Early Versus Delayed Antiretroviral Therapy: HPTN 052. J Acquir Immune Defic Syndr: Post Acceptance: December 28, 2017. doi: 10.1097/QAI.0000000000001623

Cohen MS et al. Prevention of HIV-1 infection with early antiretroviral therapy. N Engl J Med. 2011 Aug 11;365(6):493-505

DE/HIV/0183/17b; 02-2018